Heribert Prantl in seinem Newsletter:
-
Heribert Prantl in seinem Newsletter:
„Guten Tag,
es gibt ein Recht auf ein analoges Leben. Es gibt dieses Recht, auch wenn es tagtäglich und millionenfach missachtet wird. Es gibt dieses Recht, auch wenn so getan wird, als sei der Mensch nur dann ein richtiger Mensch und Bürger, wenn er digital unterwegs ist – wenn er also ein Smartphone mit sich führt und im Internet zu Hause ist. Es gibt dieses Recht, weil es aus dem Allgemeinen Persönlichkeitsrecht und aus dem Gleichbehandlungsgebot folgt. Es gibt dieses Recht, auch wenn die Terminbuchung bei Behörden oder beim Arzt immer öfter nur noch online funktioniert. Es gibt dieses Recht, auch wenn Theater- und Konzertkarten nur noch online erworben werden können. Es gibt dieses Recht, auch wenn die Deutsche Post ihre Packstationen so umgerüstet hat, dass man sein Paket nur dann noch abholen kann, wenn man ein Smartphone mit extra installierter Post- und DHL-App hat. (1/4)
-
Heribert Prantl in seinem Newsletter:
„Guten Tag,
es gibt ein Recht auf ein analoges Leben. Es gibt dieses Recht, auch wenn es tagtäglich und millionenfach missachtet wird. Es gibt dieses Recht, auch wenn so getan wird, als sei der Mensch nur dann ein richtiger Mensch und Bürger, wenn er digital unterwegs ist – wenn er also ein Smartphone mit sich führt und im Internet zu Hause ist. Es gibt dieses Recht, weil es aus dem Allgemeinen Persönlichkeitsrecht und aus dem Gleichbehandlungsgebot folgt. Es gibt dieses Recht, auch wenn die Terminbuchung bei Behörden oder beim Arzt immer öfter nur noch online funktioniert. Es gibt dieses Recht, auch wenn Theater- und Konzertkarten nur noch online erworben werden können. Es gibt dieses Recht, auch wenn die Deutsche Post ihre Packstationen so umgerüstet hat, dass man sein Paket nur dann noch abholen kann, wenn man ein Smartphone mit extra installierter Post- und DHL-App hat. (1/4)
Es gibt dieses Recht auf ein analoges Leben, auch wenn die Deutsche Bahn es leugnet und Kunden, die ohne Handy unterwegs sind, wie lästige Störer behandelt, die bei jeder Bahnfahrt nachhaltig abgeschreckt werden sollen. Die Deutsche Bahn hat ihre Bahncard komplett auf digital umgestellt. Und Fahrkarten an Bord kann der Kunde nicht mehr beim Zugpersonal kaufen, sondern nur noch dann, wenn er die Bahn-App „DB Navigator“ installiert hat. Schnelle und verlässliche Informationen über Verspätungen, Anschlüsse oder die aktuelle Wagenreihung erhalten nur Handy-Nutzer. (2/4)
-
Es gibt dieses Recht auf ein analoges Leben, auch wenn die Deutsche Bahn es leugnet und Kunden, die ohne Handy unterwegs sind, wie lästige Störer behandelt, die bei jeder Bahnfahrt nachhaltig abgeschreckt werden sollen. Die Deutsche Bahn hat ihre Bahncard komplett auf digital umgestellt. Und Fahrkarten an Bord kann der Kunde nicht mehr beim Zugpersonal kaufen, sondern nur noch dann, wenn er die Bahn-App „DB Navigator“ installiert hat. Schnelle und verlässliche Informationen über Verspätungen, Anschlüsse oder die aktuelle Wagenreihung erhalten nur Handy-Nutzer. (2/4)
Die Grundversorger, also die Behörden und die Unternehmen der Daseinsvorsorge, stehen in der Verantwortung, ihre Dienste allen Menschen gleichermaßen zugänglich zu machen: Die Nutzung der Infrastruktur und die Teilnahme am öffentlichen und am gesellschaftlichen Leben darf daher nicht quasi unter Smartphone-Vorbehalt stehen. Das ist rechtswidrig. Es gibt ein Recht auf ein analoges Leben; es ist ein noch ungeschriebenes Grundrecht. Dessen Missachtung irritiert und beschwert nicht nur viele alte und sehr alte Menschen, für die „die Welt von Computer, Smartphone & Co ein undurchdringlicher Dschungel“ ist, wie das die Caritas formuliert. Die Missachtung des Rechts auf ein analoges Leben empört auch Technikkenner und Technikliebhaber, die die Gefahren der Digitalität gut kennen und daher vor dem Digitalzwang und der damit verbundenen Überwacherei warnen – wie der Verein Digitalcourage und das Netzwerk Datenschutzexpertise. (3/4)
-
Die Grundversorger, also die Behörden und die Unternehmen der Daseinsvorsorge, stehen in der Verantwortung, ihre Dienste allen Menschen gleichermaßen zugänglich zu machen: Die Nutzung der Infrastruktur und die Teilnahme am öffentlichen und am gesellschaftlichen Leben darf daher nicht quasi unter Smartphone-Vorbehalt stehen. Das ist rechtswidrig. Es gibt ein Recht auf ein analoges Leben; es ist ein noch ungeschriebenes Grundrecht. Dessen Missachtung irritiert und beschwert nicht nur viele alte und sehr alte Menschen, für die „die Welt von Computer, Smartphone & Co ein undurchdringlicher Dschungel“ ist, wie das die Caritas formuliert. Die Missachtung des Rechts auf ein analoges Leben empört auch Technikkenner und Technikliebhaber, die die Gefahren der Digitalität gut kennen und daher vor dem Digitalzwang und der damit verbundenen Überwacherei warnen – wie der Verein Digitalcourage und das Netzwerk Datenschutzexpertise. (3/4)
Der Bundespräsident hat einen „bundesweiten Ehrentag“ ausgerufen. Er soll in vier Wochen stattfinden: Am 23. Mai wird nämlich das Grundgesetz 77 Jahre alt. Gut wäre es, dem Land und seiner Verfassung eine Diskussion zu schenken – eine Diskussion, die schon lange fällig ist: Es gibt ein Recht auf ein analoges Dasein. Die Diskussion sollte davon handeln, wie es künftig geachtet und beachtet wird. Wer glaubt, ein Grundrecht auf ein analoges Leben sei unmodern und überflüssig, der wird sich eines Tages auch damit abfinden müssen, dass es keine Geldautomaten und kein Bargeld mehr gibt. Das will ich mir lieber nicht vorstellen.
SZ Plus Prantls Blick
Das Recht auf ein analoges Dasein (Bezahllink)
https://nl-link.sueddeutsche.de/u/nrd.php?p=W8CrZBdJuv_8402_4523617_1_9&ems_l=7771933&d=NDM4NzUxODMx%7CVzhDclpCZEp1dg%3D%3D%7CUHJhbnRsc19CbGlja18yNjA0MjY%3D%7C%7C&_esuh=_11_60714424deac4d5c43d6324e6593daaedef36c755369fb682dff12d6b3d4b4a6Ich wünsche Ihnen eine frühlingshafte Woche – in der nicht nur die Natur, sondern auch das Recht sprießt.“ (4/4)
-
Es gibt dieses Recht auf ein analoges Leben, auch wenn die Deutsche Bahn es leugnet und Kunden, die ohne Handy unterwegs sind, wie lästige Störer behandelt, die bei jeder Bahnfahrt nachhaltig abgeschreckt werden sollen. Die Deutsche Bahn hat ihre Bahncard komplett auf digital umgestellt. Und Fahrkarten an Bord kann der Kunde nicht mehr beim Zugpersonal kaufen, sondern nur noch dann, wenn er die Bahn-App „DB Navigator“ installiert hat. Schnelle und verlässliche Informationen über Verspätungen, Anschlüsse oder die aktuelle Wagenreihung erhalten nur Handy-Nutzer. (2/4)
Ich finde es, besonders in einer so wichtigen Debatte, wirklich nicht sinnvoll, immer wieder Fehlinformationen zu verbreiten.
Der DB Navigator ist für fast NICHTS erforderlich. Ich fahre quasi durchgehend Bahn und habe ihn seit Jahren nicht mehr. In nahezu jeder Durchsage im Zug wird immer gleichberechtigt auf die App und die Website hingewiesen.
Ich kaufe Fahrkarten mit Firefox und lade sie dann in KDE Itinerary. Da habe ich auch meine BahnCard 50 und mein DeutschlandTicket.
-
Ich finde es, besonders in einer so wichtigen Debatte, wirklich nicht sinnvoll, immer wieder Fehlinformationen zu verbreiten.
Der DB Navigator ist für fast NICHTS erforderlich. Ich fahre quasi durchgehend Bahn und habe ihn seit Jahren nicht mehr. In nahezu jeder Durchsage im Zug wird immer gleichberechtigt auf die App und die Website hingewiesen.
Ich kaufe Fahrkarten mit Firefox und lade sie dann in KDE Itinerary. Da habe ich auch meine BahnCard 50 und mein DeutschlandTicket.
-
Heribert Prantl in seinem Newsletter:
„Guten Tag,
es gibt ein Recht auf ein analoges Leben. Es gibt dieses Recht, auch wenn es tagtäglich und millionenfach missachtet wird. Es gibt dieses Recht, auch wenn so getan wird, als sei der Mensch nur dann ein richtiger Mensch und Bürger, wenn er digital unterwegs ist – wenn er also ein Smartphone mit sich führt und im Internet zu Hause ist. Es gibt dieses Recht, weil es aus dem Allgemeinen Persönlichkeitsrecht und aus dem Gleichbehandlungsgebot folgt. Es gibt dieses Recht, auch wenn die Terminbuchung bei Behörden oder beim Arzt immer öfter nur noch online funktioniert. Es gibt dieses Recht, auch wenn Theater- und Konzertkarten nur noch online erworben werden können. Es gibt dieses Recht, auch wenn die Deutsche Post ihre Packstationen so umgerüstet hat, dass man sein Paket nur dann noch abholen kann, wenn man ein Smartphone mit extra installierter Post- und DHL-App hat. (1/4)
ein Recht, das man nicht in Anspruch nehmen kann, das keine Wirklichkeit hat, ist keins, egal wie oft Prantl das wiederholt.
Unternehmen der Daseinsvorsorge stehen gerade nicht »in der Verantwortung ihre Dienste für alle zugänglich zu machen«, sondern in der, den Imperativ der Profitmaximierung zu erfüllen, das heißt ihre Ware (Dienstleistungen sind auch Waren) möglichst gewinnbringend zu verkaufen.
uswPrantl denkt nicht, sondern wünscht.
-
Ja, aber @digitalcourage und @padeluun erklären konsequent, dass es auch App-Zwang gäbe und man den DB Navigator installieren müsse. Das ist falsch, und das immer wieder zu kolportieren hilft der eigentlichen Sache nicht. Vor allem denken Leute dadurch, sie müssten den DB Navigator haben, und die Information, dass das tatsächlich nicht notwendig ist, entgeht ihnen.
-
Ich finde es, besonders in einer so wichtigen Debatte, wirklich nicht sinnvoll, immer wieder Fehlinformationen zu verbreiten.
Der DB Navigator ist für fast NICHTS erforderlich. Ich fahre quasi durchgehend Bahn und habe ihn seit Jahren nicht mehr. In nahezu jeder Durchsage im Zug wird immer gleichberechtigt auf die App und die Website hingewiesen.
Ich kaufe Fahrkarten mit Firefox und lade sie dann in KDE Itinerary. Da habe ich auch meine BahnCard 50 und mein DeutschlandTicket.
@nik ich finde deinen hinweis gut, aber:
- ich finde es fundamental wichtig, dass es eine "papier option" gibt. einen qr code sehe ich nicht als problem, aber man sollte nichts elektronisches auf reisen brauchen
- alle tickets müssen auch offline kaufbar sein
- bahnbonus ist mW komplett digitalzwangdass auf die website gleichrangig hingewiesen wird, erlebe ich so nicht. check in per navigator wird massiv promoted.
kennst du ein tutorial zu deinem use case?
-
Ja, aber @digitalcourage und @padeluun erklären konsequent, dass es auch App-Zwang gäbe und man den DB Navigator installieren müsse. Das ist falsch, und das immer wieder zu kolportieren hilft der eigentlichen Sache nicht. Vor allem denken Leute dadurch, sie müssten den DB Navigator haben, und die Information, dass das tatsächlich nicht notwendig ist, entgeht ihnen.
@nik @e_es @digitalcourage Nun, dann mache mal im Zug eine Umfrage, wer mit App und wer via Webbrowser (oder auch nur Web-App) Bahn fährt.
-
@nik ich finde deinen hinweis gut, aber:
- ich finde es fundamental wichtig, dass es eine "papier option" gibt. einen qr code sehe ich nicht als problem, aber man sollte nichts elektronisches auf reisen brauchen
- alle tickets müssen auch offline kaufbar sein
- bahnbonus ist mW komplett digitalzwangdass auf die website gleichrangig hingewiesen wird, erlebe ich so nicht. check in per navigator wird massiv promoted.
kennst du ein tutorial zu deinem use case?
-
@nik ich finde deinen hinweis gut, aber:
- ich finde es fundamental wichtig, dass es eine "papier option" gibt. einen qr code sehe ich nicht als problem, aber man sollte nichts elektronisches auf reisen brauchen
- alle tickets müssen auch offline kaufbar sein
- bahnbonus ist mW komplett digitalzwangdass auf die website gleichrangig hingewiesen wird, erlebe ich so nicht. check in per navigator wird massiv promoted.
kennst du ein tutorial zu deinem use case?
-
Ich höre im Zug jedes Mal "Nutzen Sie den Komfort-Check-In über den DB Navigator oder über die Website www.bahn.de".
-
@nik @e_es @digitalcourage Nun, dann mache mal im Zug eine Umfrage, wer mit App und wer via Webbrowser (oder auch nur Web-App) Bahn fährt.
@padeluun @e_es @digitalcourage
Das tut doch überhaupt nichts zur Sache. Es geht hier nicht um die Anzahl der Nutzer, sondern um die falsche Behauptung, man MÜSSE den DB Navigator benutzen.
(Wenn weniger, insbesondere Digitalvereine mit hoher Sichtbarkeit, Werbung für den DB Navigator machen würden und stattdessen bei den Tatsachen blieben, würden vielleicht auch noch ein paar Leute mehr die App deinstallieren…)
-
@padeluun @e_es @digitalcourage
Das tut doch überhaupt nichts zur Sache. Es geht hier nicht um die Anzahl der Nutzer, sondern um die falsche Behauptung, man MÜSSE den DB Navigator benutzen.
(Wenn weniger, insbesondere Digitalvereine mit hoher Sichtbarkeit, Werbung für den DB Navigator machen würden und stattdessen bei den Tatsachen blieben, würden vielleicht auch noch ein paar Leute mehr die App deinstallieren…)
-
@padeluun @e_es @digitalcourage
Das tut doch überhaupt nichts zur Sache. Es geht hier nicht um die Anzahl der Nutzer, sondern um die falsche Behauptung, man MÜSSE den DB Navigator benutzen.
(Wenn weniger, insbesondere Digitalvereine mit hoher Sichtbarkeit, Werbung für den DB Navigator machen würden und stattdessen bei den Tatsachen blieben, würden vielleicht auch noch ein paar Leute mehr die App deinstallieren…)
@nik @e_es @digitalcourage Das ist Nik-Logik. Sie sei Dir unbenommen - und wir sehen das anders.
-
M monkee@chaos.social shared this topic