Firma so: Der blöde Kunde will unser schönes Portal nicht nutzen, mit dem wir das alles für ihn digital gemacht haben.
-
@EinsTux Der Anlaß dieses Rants war ein Schreiben der DKV, dass ich doch bitte wieder das Portal nutzen möchte.
Ich entnehme Deinem Post, dass es immer noch so blöde ist wie vor 2 Jahren.
-
Firma so: Der blöde Kunde will unser schönes Portal nicht nutzen, mit dem wir das alles für ihn digital gemacht haben. Warum ist das so?
Der Kunde seufzt leise und legt los:
Das Portal ist darauf optimiert worden, es für die Firma so einfach wie möglich zu machen. Die Interessen des Kunden wurden überhaupt nicht berücksichtigt.
- Beispiel 1: Die Authentisierung erfolgt nach veralteten, unsicheren Verfahren. Am besten soll man sich pro abgerufenem Dokument (auch mehrere am Stück) jedes Mal mit einer SMS authentisieren. SMS ist ja so modern und sicher ...
- Beispiel 2: Bei der Authentisierung gibt es keine Kunden-Autonomie. Das Verfahren wird von der Firma vorgegeben. Passkeys oder Authenticator werden nicht unterstützt. Das ich im Keller kein SMS-Empfang habe, ist denen egal.
- Beispiel 3: Ich bekomme eine Email: ein Dokument wurde für Sie hochgeladen. Das Dokument wird nicht gesendet. Optionen einen Zertifikat oder PGP-Key hochzuladen, sucht man vergebens.
- Beispiel 4: Alles ist automatisch für die Firma, nichts ist automatisierbar für den Kunden. Es gibt keine API, alles muss von Hand geclickt werden. Ich mache alles digital in Paperless. Eure Systeme sollen soweit automatisierbar sein, dass ich die dort erscheinen lassen kann. Die blöde Email könnt Ihr zur Sicherheit dennoch schicken.
- Beispiel 5: Das UI-Design beruht auf einem Interface-Guide den man 1974 bei IBM in einer Altpapier-Tonne gefunden hat. Der war das Ergebnis eines internen Wettbewerbes "Wie kann man möglichst viele Clicks erzeugen".
- Beispiel 6: Meldet man sich mit seinen Anliegen, dann heisst es "Der Datenschutz will das so." Ich weiß genau, dass das gelogen ist.
- Beispiel 7: Liest man sich Bedingungen durch, dann entdeckt man, dass alles zum Nachteil des Kunden formuliert ist. So wird das gesamte Zustell-Risiko an ihn übertragen.
- Beispiel 8: Jeder Login wird benutzt um dem Kunden weitere Leistungen aufschwatzen zu wollen. Das der Kunde ein Dokument abrufen will, ist der Firma egal.
Ich habe in Deutschland noch kein Kundenportal gesehen, dass man nicht als Strafe für meine zahlreichen Sünden betrachten kann.
Ich bin sicher, ich habe noch Dutzende Punkte vergessen.
P.S. Mache gerade wieder Papierkram und meine Krankenversicherung bittet darum deren Portal zu nutzen. Ich habe es probiert. Die hatte mehr als 3/4 der obigen Punkte getroffen.
@masek In einem Punkt muss ich widersprechen. Es wird nicht möglichst Einfach für die Firma gemacht. Hier bringt man nur die alten analogen Prozesse in den Computer. Digitalisierung um der Digitalisierung willen. In den seltensten Fällen wird ein Prozess einfacher.
-
Firma so: Der blöde Kunde will unser schönes Portal nicht nutzen, mit dem wir das alles für ihn digital gemacht haben. Warum ist das so?
Der Kunde seufzt leise und legt los:
Das Portal ist darauf optimiert worden, es für die Firma so einfach wie möglich zu machen. Die Interessen des Kunden wurden überhaupt nicht berücksichtigt.
- Beispiel 1: Die Authentisierung erfolgt nach veralteten, unsicheren Verfahren. Am besten soll man sich pro abgerufenem Dokument (auch mehrere am Stück) jedes Mal mit einer SMS authentisieren. SMS ist ja so modern und sicher ...
- Beispiel 2: Bei der Authentisierung gibt es keine Kunden-Autonomie. Das Verfahren wird von der Firma vorgegeben. Passkeys oder Authenticator werden nicht unterstützt. Das ich im Keller kein SMS-Empfang habe, ist denen egal.
- Beispiel 3: Ich bekomme eine Email: ein Dokument wurde für Sie hochgeladen. Das Dokument wird nicht gesendet. Optionen einen Zertifikat oder PGP-Key hochzuladen, sucht man vergebens.
- Beispiel 4: Alles ist automatisch für die Firma, nichts ist automatisierbar für den Kunden. Es gibt keine API, alles muss von Hand geclickt werden. Ich mache alles digital in Paperless. Eure Systeme sollen soweit automatisierbar sein, dass ich die dort erscheinen lassen kann. Die blöde Email könnt Ihr zur Sicherheit dennoch schicken.
- Beispiel 5: Das UI-Design beruht auf einem Interface-Guide den man 1974 bei IBM in einer Altpapier-Tonne gefunden hat. Der war das Ergebnis eines internen Wettbewerbes "Wie kann man möglichst viele Clicks erzeugen".
- Beispiel 6: Meldet man sich mit seinen Anliegen, dann heisst es "Der Datenschutz will das so." Ich weiß genau, dass das gelogen ist.
- Beispiel 7: Liest man sich Bedingungen durch, dann entdeckt man, dass alles zum Nachteil des Kunden formuliert ist. So wird das gesamte Zustell-Risiko an ihn übertragen.
- Beispiel 8: Jeder Login wird benutzt um dem Kunden weitere Leistungen aufschwatzen zu wollen. Das der Kunde ein Dokument abrufen will, ist der Firma egal.
Ich habe in Deutschland noch kein Kundenportal gesehen, dass man nicht als Strafe für meine zahlreichen Sünden betrachten kann.
Ich bin sicher, ich habe noch Dutzende Punkte vergessen.
P.S. Mache gerade wieder Papierkram und meine Krankenversicherung bittet darum deren Portal zu nutzen. Ich habe es probiert. Die hatte mehr als 3/4 der obigen Punkte getroffen.
@masek
Meine Erfahrung im öffentlichen Dienst ist fast genau andersherum da kommt von Kunden:1: "Wieso kann ich keine SMS-Authentifizierung bekommen?"
2: "was ist ein Passkey?"
"Authenticator App hab ich gelöscht, nachdem ich den Code eingegeben habe."
"ich komm nicht mehr in mein Konto, da steht irgendwas"3. sieht der Kunde ähnlich. Aber E-Mail ist halt nicht wirklich sicher, weil i.d.R. unverschlüsselt -> Datenschutzprobleme
-
@masek
Meine Erfahrung im öffentlichen Dienst ist fast genau andersherum da kommt von Kunden:1: "Wieso kann ich keine SMS-Authentifizierung bekommen?"
2: "was ist ein Passkey?"
"Authenticator App hab ich gelöscht, nachdem ich den Code eingegeben habe."
"ich komm nicht mehr in mein Konto, da steht irgendwas"3. sieht der Kunde ähnlich. Aber E-Mail ist halt nicht wirklich sicher, weil i.d.R. unverschlüsselt -> Datenschutzprobleme
@amselbock @masek Können wir mal mit diesem bescheurten Märchen über E-Mail aufhören, bitte? Der Transportweg ist verschlüsselt. Und wenn der Empfänger einen vertrauenswürdigen Dienstleister für seinen E-Mail-Empfang benutzt, ist sie dort anschließend besser aufgehoben als auf dem Endgerät des Kunden.
-
@amselbock @masek Können wir mal mit diesem bescheurten Märchen über E-Mail aufhören, bitte? Der Transportweg ist verschlüsselt. Und wenn der Empfänger einen vertrauenswürdigen Dienstleister für seinen E-Mail-Empfang benutzt, ist sie dort anschließend besser aufgehoben als auf dem Endgerät des Kunden.
-
-
Firma so: Der blöde Kunde will unser schönes Portal nicht nutzen, mit dem wir das alles für ihn digital gemacht haben. Warum ist das so?
Der Kunde seufzt leise und legt los:
Das Portal ist darauf optimiert worden, es für die Firma so einfach wie möglich zu machen. Die Interessen des Kunden wurden überhaupt nicht berücksichtigt.
- Beispiel 1: Die Authentisierung erfolgt nach veralteten, unsicheren Verfahren. Am besten soll man sich pro abgerufenem Dokument (auch mehrere am Stück) jedes Mal mit einer SMS authentisieren. SMS ist ja so modern und sicher ...
- Beispiel 2: Bei der Authentisierung gibt es keine Kunden-Autonomie. Das Verfahren wird von der Firma vorgegeben. Passkeys oder Authenticator werden nicht unterstützt. Das ich im Keller kein SMS-Empfang habe, ist denen egal.
- Beispiel 3: Ich bekomme eine Email: ein Dokument wurde für Sie hochgeladen. Das Dokument wird nicht gesendet. Optionen einen Zertifikat oder PGP-Key hochzuladen, sucht man vergebens.
- Beispiel 4: Alles ist automatisch für die Firma, nichts ist automatisierbar für den Kunden. Es gibt keine API, alles muss von Hand geclickt werden. Ich mache alles digital in Paperless. Eure Systeme sollen soweit automatisierbar sein, dass ich die dort erscheinen lassen kann. Die blöde Email könnt Ihr zur Sicherheit dennoch schicken.
- Beispiel 5: Das UI-Design beruht auf einem Interface-Guide den man 1974 bei IBM in einer Altpapier-Tonne gefunden hat. Der war das Ergebnis eines internen Wettbewerbes "Wie kann man möglichst viele Clicks erzeugen".
- Beispiel 6: Meldet man sich mit seinen Anliegen, dann heisst es "Der Datenschutz will das so." Ich weiß genau, dass das gelogen ist.
- Beispiel 7: Liest man sich Bedingungen durch, dann entdeckt man, dass alles zum Nachteil des Kunden formuliert ist. So wird das gesamte Zustell-Risiko an ihn übertragen.
- Beispiel 8: Jeder Login wird benutzt um dem Kunden weitere Leistungen aufschwatzen zu wollen. Das der Kunde ein Dokument abrufen will, ist der Firma egal.
Ich habe in Deutschland noch kein Kundenportal gesehen, dass man nicht als Strafe für meine zahlreichen Sünden betrachten kann.
Ich bin sicher, ich habe noch Dutzende Punkte vergessen.
P.S. Mache gerade wieder Papierkram und meine Krankenversicherung bittet darum deren Portal zu nutzen. Ich habe es probiert. Die hatte mehr als 3/4 der obigen Punkte getroffen.
Ich habe gerade aus Gründen mit dem Portal der Arbeitsagentur zu tun. 6 Mausklicks, und zwei getrennt zu startende Programme bis ich über den E-Perso mich anmelden darf und nochmal 3 Klicks, bis ich da bin, wo ich ein Dokument hochladen kann. Welche Dokumente ich bereits hochgeladen habe, kann ich online nicht herausfinden.
Ein User-Interface aus der Hölle.
-
Firma so: Der blöde Kunde will unser schönes Portal nicht nutzen, mit dem wir das alles für ihn digital gemacht haben. Warum ist das so?
Der Kunde seufzt leise und legt los:
Das Portal ist darauf optimiert worden, es für die Firma so einfach wie möglich zu machen. Die Interessen des Kunden wurden überhaupt nicht berücksichtigt.
- Beispiel 1: Die Authentisierung erfolgt nach veralteten, unsicheren Verfahren. Am besten soll man sich pro abgerufenem Dokument (auch mehrere am Stück) jedes Mal mit einer SMS authentisieren. SMS ist ja so modern und sicher ...
- Beispiel 2: Bei der Authentisierung gibt es keine Kunden-Autonomie. Das Verfahren wird von der Firma vorgegeben. Passkeys oder Authenticator werden nicht unterstützt. Das ich im Keller kein SMS-Empfang habe, ist denen egal.
- Beispiel 3: Ich bekomme eine Email: ein Dokument wurde für Sie hochgeladen. Das Dokument wird nicht gesendet. Optionen einen Zertifikat oder PGP-Key hochzuladen, sucht man vergebens.
- Beispiel 4: Alles ist automatisch für die Firma, nichts ist automatisierbar für den Kunden. Es gibt keine API, alles muss von Hand geclickt werden. Ich mache alles digital in Paperless. Eure Systeme sollen soweit automatisierbar sein, dass ich die dort erscheinen lassen kann. Die blöde Email könnt Ihr zur Sicherheit dennoch schicken.
- Beispiel 5: Das UI-Design beruht auf einem Interface-Guide den man 1974 bei IBM in einer Altpapier-Tonne gefunden hat. Der war das Ergebnis eines internen Wettbewerbes "Wie kann man möglichst viele Clicks erzeugen".
- Beispiel 6: Meldet man sich mit seinen Anliegen, dann heisst es "Der Datenschutz will das so." Ich weiß genau, dass das gelogen ist.
- Beispiel 7: Liest man sich Bedingungen durch, dann entdeckt man, dass alles zum Nachteil des Kunden formuliert ist. So wird das gesamte Zustell-Risiko an ihn übertragen.
- Beispiel 8: Jeder Login wird benutzt um dem Kunden weitere Leistungen aufschwatzen zu wollen. Das der Kunde ein Dokument abrufen will, ist der Firma egal.
Ich habe in Deutschland noch kein Kundenportal gesehen, dass man nicht als Strafe für meine zahlreichen Sünden betrachten kann.
Ich bin sicher, ich habe noch Dutzende Punkte vergessen.
P.S. Mache gerade wieder Papierkram und meine Krankenversicherung bittet darum deren Portal zu nutzen. Ich habe es probiert. Die hatte mehr als 3/4 der obigen Punkte getroffen.
-
@amselbock @masek Können wir mal mit diesem bescheurten Märchen über E-Mail aufhören, bitte? Der Transportweg ist verschlüsselt. Und wenn der Empfänger einen vertrauenswürdigen Dienstleister für seinen E-Mail-Empfang benutzt, ist sie dort anschließend besser aufgehoben als auf dem Endgerät des Kunden.
@arti @amselbock @masek Das geht mir auch so hart auf den Sack. Mein andere Länder kriegen es doch auch ohne Probleme hin das Leute rechtssicher eMails mit Behörden & Unternehmen austauschen können aber in Deutschland kriegen wir das seit JAHRZEHNTEN nicht geschissen? o.0
Und nein DE-Mails sind keine Lösung, die sind ne Krankheit. <.<
-
@arti @amselbock @masek Das geht mir auch so hart auf den Sack. Mein andere Länder kriegen es doch auch ohne Probleme hin das Leute rechtssicher eMails mit Behörden & Unternehmen austauschen können aber in Deutschland kriegen wir das seit JAHRZEHNTEN nicht geschissen? o.0
Und nein DE-Mails sind keine Lösung, die sind ne Krankheit. <.<
-
Firma so: Der blöde Kunde will unser schönes Portal nicht nutzen, mit dem wir das alles für ihn digital gemacht haben. Warum ist das so?
Der Kunde seufzt leise und legt los:
Das Portal ist darauf optimiert worden, es für die Firma so einfach wie möglich zu machen. Die Interessen des Kunden wurden überhaupt nicht berücksichtigt.
- Beispiel 1: Die Authentisierung erfolgt nach veralteten, unsicheren Verfahren. Am besten soll man sich pro abgerufenem Dokument (auch mehrere am Stück) jedes Mal mit einer SMS authentisieren. SMS ist ja so modern und sicher ...
- Beispiel 2: Bei der Authentisierung gibt es keine Kunden-Autonomie. Das Verfahren wird von der Firma vorgegeben. Passkeys oder Authenticator werden nicht unterstützt. Das ich im Keller kein SMS-Empfang habe, ist denen egal.
- Beispiel 3: Ich bekomme eine Email: ein Dokument wurde für Sie hochgeladen. Das Dokument wird nicht gesendet. Optionen einen Zertifikat oder PGP-Key hochzuladen, sucht man vergebens.
- Beispiel 4: Alles ist automatisch für die Firma, nichts ist automatisierbar für den Kunden. Es gibt keine API, alles muss von Hand geclickt werden. Ich mache alles digital in Paperless. Eure Systeme sollen soweit automatisierbar sein, dass ich die dort erscheinen lassen kann. Die blöde Email könnt Ihr zur Sicherheit dennoch schicken.
- Beispiel 5: Das UI-Design beruht auf einem Interface-Guide den man 1974 bei IBM in einer Altpapier-Tonne gefunden hat. Der war das Ergebnis eines internen Wettbewerbes "Wie kann man möglichst viele Clicks erzeugen".
- Beispiel 6: Meldet man sich mit seinen Anliegen, dann heisst es "Der Datenschutz will das so." Ich weiß genau, dass das gelogen ist.
- Beispiel 7: Liest man sich Bedingungen durch, dann entdeckt man, dass alles zum Nachteil des Kunden formuliert ist. So wird das gesamte Zustell-Risiko an ihn übertragen.
- Beispiel 8: Jeder Login wird benutzt um dem Kunden weitere Leistungen aufschwatzen zu wollen. Das der Kunde ein Dokument abrufen will, ist der Firma egal.
Ich habe in Deutschland noch kein Kundenportal gesehen, dass man nicht als Strafe für meine zahlreichen Sünden betrachten kann.
Ich bin sicher, ich habe noch Dutzende Punkte vergessen.
P.S. Mache gerade wieder Papierkram und meine Krankenversicherung bittet darum deren Portal zu nutzen. Ich habe es probiert. Die hatte mehr als 3/4 der obigen Punkte getroffen.
-
Firma so: Der blöde Kunde will unser schönes Portal nicht nutzen, mit dem wir das alles für ihn digital gemacht haben. Warum ist das so?
Der Kunde seufzt leise und legt los:
Das Portal ist darauf optimiert worden, es für die Firma so einfach wie möglich zu machen. Die Interessen des Kunden wurden überhaupt nicht berücksichtigt.
- Beispiel 1: Die Authentisierung erfolgt nach veralteten, unsicheren Verfahren. Am besten soll man sich pro abgerufenem Dokument (auch mehrere am Stück) jedes Mal mit einer SMS authentisieren. SMS ist ja so modern und sicher ...
- Beispiel 2: Bei der Authentisierung gibt es keine Kunden-Autonomie. Das Verfahren wird von der Firma vorgegeben. Passkeys oder Authenticator werden nicht unterstützt. Das ich im Keller kein SMS-Empfang habe, ist denen egal.
- Beispiel 3: Ich bekomme eine Email: ein Dokument wurde für Sie hochgeladen. Das Dokument wird nicht gesendet. Optionen einen Zertifikat oder PGP-Key hochzuladen, sucht man vergebens.
- Beispiel 4: Alles ist automatisch für die Firma, nichts ist automatisierbar für den Kunden. Es gibt keine API, alles muss von Hand geclickt werden. Ich mache alles digital in Paperless. Eure Systeme sollen soweit automatisierbar sein, dass ich die dort erscheinen lassen kann. Die blöde Email könnt Ihr zur Sicherheit dennoch schicken.
- Beispiel 5: Das UI-Design beruht auf einem Interface-Guide den man 1974 bei IBM in einer Altpapier-Tonne gefunden hat. Der war das Ergebnis eines internen Wettbewerbes "Wie kann man möglichst viele Clicks erzeugen".
- Beispiel 6: Meldet man sich mit seinen Anliegen, dann heisst es "Der Datenschutz will das so." Ich weiß genau, dass das gelogen ist.
- Beispiel 7: Liest man sich Bedingungen durch, dann entdeckt man, dass alles zum Nachteil des Kunden formuliert ist. So wird das gesamte Zustell-Risiko an ihn übertragen.
- Beispiel 8: Jeder Login wird benutzt um dem Kunden weitere Leistungen aufschwatzen zu wollen. Das der Kunde ein Dokument abrufen will, ist der Firma egal.
Ich habe in Deutschland noch kein Kundenportal gesehen, dass man nicht als Strafe für meine zahlreichen Sünden betrachten kann.
Ich bin sicher, ich habe noch Dutzende Punkte vergessen.
P.S. Mache gerade wieder Papierkram und meine Krankenversicherung bittet darum deren Portal zu nutzen. Ich habe es probiert. Die hatte mehr als 3/4 der obigen Punkte getroffen.
@masek auf den Punkt gebracht!
Früher war der Kunde König. Fühlte er sich nicht so, suchte er sich einen anderen Thron (Anbieter).Dann haben die Anbieter angefangen alle auf die gleichen paar ranzigen Unternehmensberatungen zu hören. Heute bieten alle den gleichen Schrott. Das war langfristig clever gedacht. Wechsel lohnt nicht mehr, man bekommt um die Ecke den gleichen Müll + die zusätzlichen Klicks und SMS und weiss was noch für den Wechsel.....
-
Firma so: Der blöde Kunde will unser schönes Portal nicht nutzen, mit dem wir das alles für ihn digital gemacht haben. Warum ist das so?
Der Kunde seufzt leise und legt los:
Das Portal ist darauf optimiert worden, es für die Firma so einfach wie möglich zu machen. Die Interessen des Kunden wurden überhaupt nicht berücksichtigt.
- Beispiel 1: Die Authentisierung erfolgt nach veralteten, unsicheren Verfahren. Am besten soll man sich pro abgerufenem Dokument (auch mehrere am Stück) jedes Mal mit einer SMS authentisieren. SMS ist ja so modern und sicher ...
- Beispiel 2: Bei der Authentisierung gibt es keine Kunden-Autonomie. Das Verfahren wird von der Firma vorgegeben. Passkeys oder Authenticator werden nicht unterstützt. Das ich im Keller kein SMS-Empfang habe, ist denen egal.
- Beispiel 3: Ich bekomme eine Email: ein Dokument wurde für Sie hochgeladen. Das Dokument wird nicht gesendet. Optionen einen Zertifikat oder PGP-Key hochzuladen, sucht man vergebens.
- Beispiel 4: Alles ist automatisch für die Firma, nichts ist automatisierbar für den Kunden. Es gibt keine API, alles muss von Hand geclickt werden. Ich mache alles digital in Paperless. Eure Systeme sollen soweit automatisierbar sein, dass ich die dort erscheinen lassen kann. Die blöde Email könnt Ihr zur Sicherheit dennoch schicken.
- Beispiel 5: Das UI-Design beruht auf einem Interface-Guide den man 1974 bei IBM in einer Altpapier-Tonne gefunden hat. Der war das Ergebnis eines internen Wettbewerbes "Wie kann man möglichst viele Clicks erzeugen".
- Beispiel 6: Meldet man sich mit seinen Anliegen, dann heisst es "Der Datenschutz will das so." Ich weiß genau, dass das gelogen ist.
- Beispiel 7: Liest man sich Bedingungen durch, dann entdeckt man, dass alles zum Nachteil des Kunden formuliert ist. So wird das gesamte Zustell-Risiko an ihn übertragen.
- Beispiel 8: Jeder Login wird benutzt um dem Kunden weitere Leistungen aufschwatzen zu wollen. Das der Kunde ein Dokument abrufen will, ist der Firma egal.
Ich habe in Deutschland noch kein Kundenportal gesehen, dass man nicht als Strafe für meine zahlreichen Sünden betrachten kann.
Ich bin sicher, ich habe noch Dutzende Punkte vergessen.
P.S. Mache gerade wieder Papierkram und meine Krankenversicherung bittet darum deren Portal zu nutzen. Ich habe es probiert. Die hatte mehr als 3/4 der obigen Punkte getroffen.
@masek Ich wollte neulich aus eben solchem Ärger weg von einer bestimmten Versicherung und habe meinen Makler um Alternativen gebeten. Sein Hinweis - selbst wenn jemand aktuell noch ein kundenfreundlicheres System habe, er könne nicht garantieren, aus Erfahrung sei er da sogar skeptisch!, dass das langfristig so bliebe.
Er würde sich selbst ständig ärgern...
-
@EinsTux Der Anlaß dieses Rants war ein Schreiben der DKV, dass ich doch bitte wieder das Portal nutzen möchte.
Ich entnehme Deinem Post, dass es immer noch so blöde ist wie vor 2 Jahren.
@masek Als Nutzer der Portale von
Barmenia
Debeka
DKV
Beihilfe
Elster
DatevPlus einem dutzend Banken ohne FinTS
sowie diversen Dingen, wo ich jeden Monat Rechnungen beziehen soll...Es geht nie darum, uns keine Mehrarbeit zu machen.
Danke für den Text, auch wenn natürlich jeder im Detail etwas anders sehen mag.
-
@Saupreiss Seltsamerweise wechselt das. Manchmal spurte ich hoch um die SMS zu empfangen und dann wieder runter um mich anzumelden.
-
M monkee@chaos.social shared this topic