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Ich habe eine neue Lieblingsantwort auf die Frage:

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autismusadhslebenmitautismulebenmithochbegspoonielife
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Dieses Thema wurde gelöscht. Nur Nutzer mit entsprechenden Rechten können es sehen.
  • sagesse@norden.socialS sagesse@norden.social

    Ich habe eine neue Lieblingsantwort auf die Frage:

    "Warum gibt es denn auf einmal so viele ADHS-/Autismus-Diagnosen?"

    "Aus demselben Grund, aus dem es nach der Erfindung des Teleskops plötzlich viel mehr Sterne gab."
    (Frauke Bitomsky via Youtube)

    Ich feier das gerade sehr. 🤩🥳

    #Autismus #ADHS #LebenMitAutismus #LebenMitHochbegabung #Spoonielife

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    ochmensch@norden.social
    schrieb zuletzt editiert von
    #12

    @Sagesse

    Das ist gut, das ist richtig gut. Schnell auf den Merkzettel schreiben. Lässt sich nicht "nur" für diese Fälle, sondern für so vieles dazu passende nutzen.

    sagesse@norden.socialS 1 Antwort Letzte Antwort
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    • ? Gast
      @Sagesse@norden.social Korrekt! Manche der Sterne haben sich dann zwar als Planeten herausgestellt, das sagt aber nicht, dass das Teleskop schlecht war.

      Wobei die Parallele noch mehr greift - genau wie, wieviele Sterne man findet, auch von Lichtverhältnissen abhängt, hängen Symptome von ADHS auch davon ab, wie tolerant die Gesellschaft ist, oder eben nicht. Wenn die Gesellschaft toleranter ist, können mehr Leute mit ADHS ohne Hilfsmittel (oft sogar ohne Diagnose) leben; wird sie dagegen intoleranter, entsteht der Drang, alles diagnostizieren mit Medikamenten lösen zu wollen, weil sie Mehrheit selbst sich dann ja nicht ändern muss.

      Wie ein Psychologe im Netz mir mal schrieb: eine "disorder" ist keine Krankheit, sondern eine Inkompatibilität mit der Gesellschaft. Wenn diese mehr akzeptiert, und z.B. Schulen mehr Kapazität haben, sich um jeden zu kümmern, gibt es automatisch weniger "disorders" - nicht nur, weil man weniger zum Arzt geschickt wird, sondern auch, weil tatsächlich weniger Inkompatibilität vorliegt.

      Und ja, vor 30 Jahren war man toleranter als heute.
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      sagesse@norden.social
      schrieb zuletzt editiert von
      #13

      @divVerent
      Mal abgesehen von den mansplainig-vibes...

      Ich finde nicht, dass die Gesellschaft vor 30 Jahren toleranter war. Der Druck, zu maskieren, war höher - und das Wissen um die möglichen Hintergründe war geringer.
      Ich bin zeitlebens mit Depressionen diagnostiziert worden - den dahinter drohenden Burnout hat niemand gesehen. Und meine Meltdowns wusste ich zu verstecken, die hätte niemand akzeptiert.
      Ich bin dankbar, dass heute anders und vor allem genauer hingeschaut wird.

      ? ochmensch@norden.socialO 2 Antworten Letzte Antwort
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      • ochmensch@norden.socialO ochmensch@norden.social

        @Sagesse

        Das ist gut, das ist richtig gut. Schnell auf den Merkzettel schreiben. Lässt sich nicht "nur" für diese Fälle, sondern für so vieles dazu passende nutzen.

        sagesse@norden.socialS This user is from outside of this forum
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        schrieb zuletzt editiert von
        #14

        @OchMensch
        Ja, geht mir genau so.

        1 Antwort Letzte Antwort
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        • sagesse@norden.socialS sagesse@norden.social

          @divVerent
          Mal abgesehen von den mansplainig-vibes...

          Ich finde nicht, dass die Gesellschaft vor 30 Jahren toleranter war. Der Druck, zu maskieren, war höher - und das Wissen um die möglichen Hintergründe war geringer.
          Ich bin zeitlebens mit Depressionen diagnostiziert worden - den dahinter drohenden Burnout hat niemand gesehen. Und meine Meltdowns wusste ich zu verstecken, die hätte niemand akzeptiert.
          Ich bin dankbar, dass heute anders und vor allem genauer hingeschaut wird.

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          Gast
          schrieb zuletzt editiert von
          #15
          @Sagesse@norden.social Das definitiv. Ich finde nur, dass ein großer Faktor dabei eben auch die Vergrößerung der Schulklassen, also in anderen Worten der Lehrermangel, ist. Die Gesellschaft wurde hier notwendigerweise intoleranter aufgrund von Kapazitätsmangel (wobei ich auch sagen muss, dass politische Ansichten heute deutlich weniger toleriert werden).

          Wenn niemand in Bildung investieren will, dann zahlt man es eben über das Sozial- und Gesundheitssystem...

          Der von mir genannte Effekt ist aber in den USA in beiden Hinsichten noch deutlich stärker - noch mehr Lehrermangel, noch mehr politische Polarisation, wo jeder, der "etwas falsches sagt", sofort verfolgt wird.

          Man muss aber in der Tat alles dies tun - sich wieder mehr um einander kümmern (was eben auch kostet), und mehr professionell genauer hinschauen.
          sagesse@norden.socialS 1 Antwort Letzte Antwort
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          • sagesse@norden.socialS sagesse@norden.social

            @divVerent
            Mal abgesehen von den mansplainig-vibes...

            Ich finde nicht, dass die Gesellschaft vor 30 Jahren toleranter war. Der Druck, zu maskieren, war höher - und das Wissen um die möglichen Hintergründe war geringer.
            Ich bin zeitlebens mit Depressionen diagnostiziert worden - den dahinter drohenden Burnout hat niemand gesehen. Und meine Meltdowns wusste ich zu verstecken, die hätte niemand akzeptiert.
            Ich bin dankbar, dass heute anders und vor allem genauer hingeschaut wird.

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            ochmensch@norden.social
            schrieb zuletzt editiert von
            #16

            @Sagesse @divVerent

            Exakt. Früher wurde oft falsch oder auch gar nichts diagnostiziert. Toleranter war daran gar nichts. Es wurde schlicht nicht gesehen.

            ? 1 Antwort Letzte Antwort
            0
            • ochmensch@norden.socialO ochmensch@norden.social

              @Sagesse @divVerent

              Exakt. Früher wurde oft falsch oder auch gar nichts diagnostiziert. Toleranter war daran gar nichts. Es wurde schlicht nicht gesehen.

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              Gast
              schrieb zuletzt editiert von
              #17
              @OchMensch@norden.social @Sagesse@norden.social Es wurde oft nicht so sehr gesehen, weil man die Kapazität hatte, sich um Einzelne zu kümmern. Damit ist es vorbei - so dass jemand, der damals "etwas angeeckt hat", heute katatrophal zusammenbricht.

              Oft hätte man dem aber in der Tat in beiden Fällen besser helfen können, wenn man gekonnt und gewollt hätte.
              ochmensch@norden.socialO 1 Antwort Letzte Antwort
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              • ? Gast
                @Sagesse@norden.social Das definitiv. Ich finde nur, dass ein großer Faktor dabei eben auch die Vergrößerung der Schulklassen, also in anderen Worten der Lehrermangel, ist. Die Gesellschaft wurde hier notwendigerweise intoleranter aufgrund von Kapazitätsmangel (wobei ich auch sagen muss, dass politische Ansichten heute deutlich weniger toleriert werden).

                Wenn niemand in Bildung investieren will, dann zahlt man es eben über das Sozial- und Gesundheitssystem...

                Der von mir genannte Effekt ist aber in den USA in beiden Hinsichten noch deutlich stärker - noch mehr Lehrermangel, noch mehr politische Polarisation, wo jeder, der "etwas falsches sagt", sofort verfolgt wird.

                Man muss aber in der Tat alles dies tun - sich wieder mehr um einander kümmern (was eben auch kostet), und mehr professionell genauer hinschauen.
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                schrieb zuletzt editiert von
                #18

                @divVerent
                Ich weiß nicht, ob du Kinder hast.
                Als ich zur Schule ging, gab es große Klassen, als meine Kinder zur Schule gingen, gab es große Klassen und heute auch.
                Was ich hier in SH beobachte, sind die katastrophalen Folgen der (finanzpolitischen!) Entscheidung, die Förderschulen und das dreigliedrige Schulsystem abzuschaffen. Das hat noch zusätzlich Sprengstoff ins System gekippt. Das werde ich der Politik auch nie verzeihen. Die pädagischen Begründungen waren vorgeschoben und gelogen.

                ? 1 Antwort Letzte Antwort
                0
                • ? Gast
                  @OchMensch@norden.social @Sagesse@norden.social Es wurde oft nicht so sehr gesehen, weil man die Kapazität hatte, sich um Einzelne zu kümmern. Damit ist es vorbei - so dass jemand, der damals "etwas angeeckt hat", heute katatrophal zusammenbricht.

                  Oft hätte man dem aber in der Tat in beiden Fällen besser helfen können, wenn man gekonnt und gewollt hätte.
                  ochmensch@norden.socialO This user is from outside of this forum
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                  ochmensch@norden.social
                  schrieb zuletzt editiert von
                  #19

                  @divVerent @Sagesse

                  Nein. Weder wurde es korrekt gesehen, noch geholfen.

                  ? 1 Antwort Letzte Antwort
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                  • sagesse@norden.socialS sagesse@norden.social

                    @divVerent
                    Ich weiß nicht, ob du Kinder hast.
                    Als ich zur Schule ging, gab es große Klassen, als meine Kinder zur Schule gingen, gab es große Klassen und heute auch.
                    Was ich hier in SH beobachte, sind die katastrophalen Folgen der (finanzpolitischen!) Entscheidung, die Förderschulen und das dreigliedrige Schulsystem abzuschaffen. Das hat noch zusätzlich Sprengstoff ins System gekippt. Das werde ich der Politik auch nie verzeihen. Die pädagischen Begründungen waren vorgeschoben und gelogen.

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                    Gast
                    schrieb zuletzt editiert von
                    #20
                    @Sagesse@norden.social Zu meiner Zeit waren Grundschulklassen 25. Jetzt sind es bei meinen Kindern 35. Das macht einen riesigen Unterschied.

                    Das Bildungssystem wird totgespart.
                    ? 1 Antwort Letzte Antwort
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                    • ochmensch@norden.socialO ochmensch@norden.social

                      @divVerent @Sagesse

                      Nein. Weder wurde es korrekt gesehen, noch geholfen.

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                      Gast
                      schrieb zuletzt editiert von
                      #21
                      @OchMensch@norden.social @Sagesse@norden.social Korrekt. Heute sieht man es mehr, weil es gar nicht mehr auszuhalten ist.

                      Was aber in vielen Fällen auch besser ist - immerhin behandelt man dann ja...
                      ochmensch@norden.socialO 1 Antwort Letzte Antwort
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                      • ? Gast
                        @Sagesse@norden.social Zu meiner Zeit waren Grundschulklassen 25. Jetzt sind es bei meinen Kindern 35. Das macht einen riesigen Unterschied.

                        Das Bildungssystem wird totgespart.
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                        schrieb zuletzt editiert von
                        #22
                        @Sagesse@norden.social (Und in den USA - gibt es deshalb ständig Schulschießereien... die Leute werden vom noch viel mehr als hier kaputtgesparten Schulsystem derart zum Zusammenbruch gebracht, dass sie morden)

                        Und ja, gegen das Stigma gegen Diagnosen muss man auch noch etwas tun. Diesbezüglich wurde es besser aber noch lange nicht gut.
                        1 Antwort Letzte Antwort
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                        • sagesse@norden.socialS sagesse@norden.social

                          Ich habe eine neue Lieblingsantwort auf die Frage:

                          "Warum gibt es denn auf einmal so viele ADHS-/Autismus-Diagnosen?"

                          "Aus demselben Grund, aus dem es nach der Erfindung des Teleskops plötzlich viel mehr Sterne gab."
                          (Frauke Bitomsky via Youtube)

                          Ich feier das gerade sehr. 🤩🥳

                          #Autismus #ADHS #LebenMitAutismus #LebenMitHochbegabung #Spoonielife

                          sofasophia@fairmove.netS This user is from outside of this forum
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                          schrieb zuletzt editiert von
                          #23

                          @Sagesse
                          Grandios! Danke.

                          sagesse@norden.socialS 1 Antwort Letzte Antwort
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                            @Sagesse
                            Grandios! Danke.

                            sagesse@norden.socialS This user is from outside of this forum
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                            schrieb zuletzt editiert von
                            #24

                            @sofasophia
                            🫂

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                              @OchMensch@norden.social @Sagesse@norden.social Korrekt. Heute sieht man es mehr, weil es gar nicht mehr auszuhalten ist.

                              Was aber in vielen Fällen auch besser ist - immerhin behandelt man dann ja...
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                              schrieb zuletzt editiert von
                              #25

                              @divVerent @Sagesse

                              Nein, heute wird es mehr gesehen, weil überhaupt darauf geachtet wird und auch die Erkenntnisse darüber gewachsen sind. Früher wurden insbesondere Kinder und Jugendliche im besten Fall noch als "komisch und schüchtern" abgestempelt. Den Betroffenen half das nicht.

                              Es gibt keine Behandlung, weil keine Krankheit. Es geht um Akzeptanz, Selbsterkenntnis und Inklusion.

                              1 Antwort Letzte Antwort
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                                Ich habe eine neue Lieblingsantwort auf die Frage:

                                "Warum gibt es denn auf einmal so viele ADHS-/Autismus-Diagnosen?"

                                "Aus demselben Grund, aus dem es nach der Erfindung des Teleskops plötzlich viel mehr Sterne gab."
                                (Frauke Bitomsky via Youtube)

                                Ich feier das gerade sehr. 🤩🥳

                                #Autismus #ADHS #LebenMitAutismus #LebenMitHochbegabung #Spoonielife

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                                schrieb zuletzt editiert von
                                #26

                                @Sagesse Wenn man bedenkt, das bis 2013 ADHS und Autismus als Diagnose gegenseitig ausgeschlossen haben, aber oft gemeinsam Auftreten, ist es nicht verwunderlich, das es einen massiven Nachholbedarf gibt bei Erwachsenen.

                                sagesse@norden.socialS 1 Antwort Letzte Antwort
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                                  @Sagesse Wenn man bedenkt, das bis 2013 ADHS und Autismus als Diagnose gegenseitig ausgeschlossen haben, aber oft gemeinsam Auftreten, ist es nicht verwunderlich, das es einen massiven Nachholbedarf gibt bei Erwachsenen.

                                  sagesse@norden.socialS This user is from outside of this forum
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                                  schrieb zuletzt editiert von
                                  #27

                                  @Aglaia89
                                  Das wusste ich noch gar nicht 🤯🙈
                                  Dann ist diese Grafik ja noch wichtiger...
                                  Ich kenne so viele Menschen inzwischen mit AuDHD...💔

                                  1 Antwort Letzte Antwort
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