Ich habe eine neue Lieblingsantwort auf die Frage:
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Das ist gut, das ist richtig gut. Schnell auf den Merkzettel schreiben. Lässt sich nicht "nur" für diese Fälle, sondern für so vieles dazu passende nutzen.
@OchMensch
Ja, geht mir genau so. -
@divVerent
Mal abgesehen von den mansplainig-vibes...Ich finde nicht, dass die Gesellschaft vor 30 Jahren toleranter war. Der Druck, zu maskieren, war höher - und das Wissen um die möglichen Hintergründe war geringer.
Ich bin zeitlebens mit Depressionen diagnostiziert worden - den dahinter drohenden Burnout hat niemand gesehen. Und meine Meltdowns wusste ich zu verstecken, die hätte niemand akzeptiert.
Ich bin dankbar, dass heute anders und vor allem genauer hingeschaut wird.@Sagesse@norden.social Das definitiv. Ich finde nur, dass ein großer Faktor dabei eben auch die Vergrößerung der Schulklassen, also in anderen Worten der Lehrermangel, ist. Die Gesellschaft wurde hier notwendigerweise intoleranter aufgrund von Kapazitätsmangel (wobei ich auch sagen muss, dass politische Ansichten heute deutlich weniger toleriert werden).
Wenn niemand in Bildung investieren will, dann zahlt man es eben über das Sozial- und Gesundheitssystem...
Der von mir genannte Effekt ist aber in den USA in beiden Hinsichten noch deutlich stärker - noch mehr Lehrermangel, noch mehr politische Polarisation, wo jeder, der "etwas falsches sagt", sofort verfolgt wird.
Man muss aber in der Tat alles dies tun - sich wieder mehr um einander kümmern (was eben auch kostet), und mehr professionell genauer hinschauen. -
@divVerent
Mal abgesehen von den mansplainig-vibes...Ich finde nicht, dass die Gesellschaft vor 30 Jahren toleranter war. Der Druck, zu maskieren, war höher - und das Wissen um die möglichen Hintergründe war geringer.
Ich bin zeitlebens mit Depressionen diagnostiziert worden - den dahinter drohenden Burnout hat niemand gesehen. Und meine Meltdowns wusste ich zu verstecken, die hätte niemand akzeptiert.
Ich bin dankbar, dass heute anders und vor allem genauer hingeschaut wird.Exakt. Früher wurde oft falsch oder auch gar nichts diagnostiziert. Toleranter war daran gar nichts. Es wurde schlicht nicht gesehen.
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Exakt. Früher wurde oft falsch oder auch gar nichts diagnostiziert. Toleranter war daran gar nichts. Es wurde schlicht nicht gesehen.
@OchMensch@norden.social @Sagesse@norden.social Es wurde oft nicht so sehr gesehen, weil man die Kapazität hatte, sich um Einzelne zu kümmern. Damit ist es vorbei - so dass jemand, der damals "etwas angeeckt hat", heute katatrophal zusammenbricht.
Oft hätte man dem aber in der Tat in beiden Fällen besser helfen können, wenn man gekonnt und gewollt hätte. -
@Sagesse@norden.social Das definitiv. Ich finde nur, dass ein großer Faktor dabei eben auch die Vergrößerung der Schulklassen, also in anderen Worten der Lehrermangel, ist. Die Gesellschaft wurde hier notwendigerweise intoleranter aufgrund von Kapazitätsmangel (wobei ich auch sagen muss, dass politische Ansichten heute deutlich weniger toleriert werden).
Wenn niemand in Bildung investieren will, dann zahlt man es eben über das Sozial- und Gesundheitssystem...
Der von mir genannte Effekt ist aber in den USA in beiden Hinsichten noch deutlich stärker - noch mehr Lehrermangel, noch mehr politische Polarisation, wo jeder, der "etwas falsches sagt", sofort verfolgt wird.
Man muss aber in der Tat alles dies tun - sich wieder mehr um einander kümmern (was eben auch kostet), und mehr professionell genauer hinschauen.@divVerent
Ich weiß nicht, ob du Kinder hast.
Als ich zur Schule ging, gab es große Klassen, als meine Kinder zur Schule gingen, gab es große Klassen und heute auch.
Was ich hier in SH beobachte, sind die katastrophalen Folgen der (finanzpolitischen!) Entscheidung, die Förderschulen und das dreigliedrige Schulsystem abzuschaffen. Das hat noch zusätzlich Sprengstoff ins System gekippt. Das werde ich der Politik auch nie verzeihen. Die pädagischen Begründungen waren vorgeschoben und gelogen. -
@OchMensch@norden.social @Sagesse@norden.social Es wurde oft nicht so sehr gesehen, weil man die Kapazität hatte, sich um Einzelne zu kümmern. Damit ist es vorbei - so dass jemand, der damals "etwas angeeckt hat", heute katatrophal zusammenbricht.
Oft hätte man dem aber in der Tat in beiden Fällen besser helfen können, wenn man gekonnt und gewollt hätte.Nein. Weder wurde es korrekt gesehen, noch geholfen.
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@divVerent
Ich weiß nicht, ob du Kinder hast.
Als ich zur Schule ging, gab es große Klassen, als meine Kinder zur Schule gingen, gab es große Klassen und heute auch.
Was ich hier in SH beobachte, sind die katastrophalen Folgen der (finanzpolitischen!) Entscheidung, die Förderschulen und das dreigliedrige Schulsystem abzuschaffen. Das hat noch zusätzlich Sprengstoff ins System gekippt. Das werde ich der Politik auch nie verzeihen. Die pädagischen Begründungen waren vorgeschoben und gelogen.@Sagesse@norden.social Zu meiner Zeit waren Grundschulklassen 25. Jetzt sind es bei meinen Kindern 35. Das macht einen riesigen Unterschied.
Das Bildungssystem wird totgespart. -
Nein. Weder wurde es korrekt gesehen, noch geholfen.
@OchMensch@norden.social @Sagesse@norden.social Korrekt. Heute sieht man es mehr, weil es gar nicht mehr auszuhalten ist.
Was aber in vielen Fällen auch besser ist - immerhin behandelt man dann ja... -
@Sagesse@norden.social Zu meiner Zeit waren Grundschulklassen 25. Jetzt sind es bei meinen Kindern 35. Das macht einen riesigen Unterschied.
Das Bildungssystem wird totgespart.@Sagesse@norden.social (Und in den USA - gibt es deshalb ständig Schulschießereien... die Leute werden vom noch viel mehr als hier kaputtgesparten Schulsystem derart zum Zusammenbruch gebracht, dass sie morden)
Und ja, gegen das Stigma gegen Diagnosen muss man auch noch etwas tun. Diesbezüglich wurde es besser aber noch lange nicht gut. -
Ich habe eine neue Lieblingsantwort auf die Frage:
"Warum gibt es denn auf einmal so viele ADHS-/Autismus-Diagnosen?"
"Aus demselben Grund, aus dem es nach der Erfindung des Teleskops plötzlich viel mehr Sterne gab."
(Frauke Bitomsky via Youtube)Ich feier das gerade sehr. 🤩🥳
#Autismus #ADHS #LebenMitAutismus #LebenMitHochbegabung #Spoonielife
@Sagesse
Grandios! Danke. -
@Sagesse
Grandios! Danke. -
@OchMensch@norden.social @Sagesse@norden.social Korrekt. Heute sieht man es mehr, weil es gar nicht mehr auszuhalten ist.
Was aber in vielen Fällen auch besser ist - immerhin behandelt man dann ja...Nein, heute wird es mehr gesehen, weil überhaupt darauf geachtet wird und auch die Erkenntnisse darüber gewachsen sind. Früher wurden insbesondere Kinder und Jugendliche im besten Fall noch als "komisch und schüchtern" abgestempelt. Den Betroffenen half das nicht.
Es gibt keine Behandlung, weil keine Krankheit. Es geht um Akzeptanz, Selbsterkenntnis und Inklusion.
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M monkee@other.li shared this topic
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Ich habe eine neue Lieblingsantwort auf die Frage:
"Warum gibt es denn auf einmal so viele ADHS-/Autismus-Diagnosen?"
"Aus demselben Grund, aus dem es nach der Erfindung des Teleskops plötzlich viel mehr Sterne gab."
(Frauke Bitomsky via Youtube)Ich feier das gerade sehr. 🤩🥳
#Autismus #ADHS #LebenMitAutismus #LebenMitHochbegabung #Spoonielife
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@Sagesse Wenn man bedenkt, das bis 2013 ADHS und Autismus als Diagnose gegenseitig ausgeschlossen haben, aber oft gemeinsam Auftreten, ist es nicht verwunderlich, das es einen massiven Nachholbedarf gibt bei Erwachsenen.
@Aglaia89
Das wusste ich noch gar nicht 🤯
Dann ist diese Grafik ja noch wichtiger...
Ich kenne so viele Menschen inzwischen mit AuDHD...
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M monkee@chaos.social shared this topic