"Im Eigentum gerinnt die Ungleichheit der freigesetzten Gesellschaft zur Materie", schrieb erzkatholische Richter Ernst-Wolfgang Böckenförde.
-
"Im Eigentum gerinnt die Ungleichheit der freigesetzten Gesellschaft zur Materie", schrieb erzkatholische Richter Ernst-Wolfgang Böckenförde. Wenn man die unbegrenzte Anhäufung von Eigentum nicht bremse, bestehe die Gefahr, dass sich "die freiheitliche Rechtsordnung selbst aufhebt"
https://www.zeit.de/politik/2026-05/soziale-ungleichheit-deutschland-erfolg-armut-gerechtigkeit
-
"Im Eigentum gerinnt die Ungleichheit der freigesetzten Gesellschaft zur Materie", schrieb erzkatholische Richter Ernst-Wolfgang Böckenförde. Wenn man die unbegrenzte Anhäufung von Eigentum nicht bremse, bestehe die Gefahr, dass sich "die freiheitliche Rechtsordnung selbst aufhebt"
https://www.zeit.de/politik/2026-05/soziale-ungleichheit-deutschland-erfolg-armut-gerechtigkeit
Die Regierung aus Union und FDP unter Helmut Kohl ignorierte Böckenförde. Die Vermögenssteuer schienen ihnen damals ohnehin zu hoch für die Wohlhabenden. Der Spitzensteuersatz auf Einkommen lag damals noch bei 53 Prozent. Sie ließen die Vermögenssteuer auslaufen.
-
Die Regierung aus Union und FDP unter Helmut Kohl ignorierte Böckenförde. Die Vermögenssteuer schienen ihnen damals ohnehin zu hoch für die Wohlhabenden. Der Spitzensteuersatz auf Einkommen lag damals noch bei 53 Prozent. Sie ließen die Vermögenssteuer auslaufen.
Seither werden die Reichen in Deutschland nicht mehr dazu gezwungen, ihren Besitz beim Finanzamt offenzulegen. In Deutschland weiß man deshalb nun weniger darüber, wie viel die Reichsten besitzen, als die Florentiner im Jahr 1427.
-
"Im Eigentum gerinnt die Ungleichheit der freigesetzten Gesellschaft zur Materie", schrieb erzkatholische Richter Ernst-Wolfgang Böckenförde. Wenn man die unbegrenzte Anhäufung von Eigentum nicht bremse, bestehe die Gefahr, dass sich "die freiheitliche Rechtsordnung selbst aufhebt"
https://www.zeit.de/politik/2026-05/soziale-ungleichheit-deutschland-erfolg-armut-gerechtigkeit
@peterjelinek Ein wesentliches Problem in dem Zusammenhang sind Mergers&Acquisitions, insbesondere die Übernahme durch mächtige chinesische Staatsbetriebe oder russische Oligarchen. Außerdem ein viel zu schwaches Kartellrecht, das die ständige Vergrößerung von Konzernen zu Megakonzernen mit enormer Machtakkumulation nicht verhindert. Superreiche verstecken ihr Geld erfolgreich in allerlei ausgeklügelten Firmen-Konstrukten. Firmen ihrerseits verhandeln ihre Steuer selbst - irrsinnig!
-
Seither werden die Reichen in Deutschland nicht mehr dazu gezwungen, ihren Besitz beim Finanzamt offenzulegen. In Deutschland weiß man deshalb nun weniger darüber, wie viel die Reichsten besitzen, als die Florentiner im Jahr 1427.
@peterjelinek Ich habe kürzlich "Eine kurze Geschichte der Gleichheit" von Thomas Piketty gelesen. Sehr lesenswertes Buch.
Er beschreibt darin, dass von ca. 1920 bis 1980 erhebliche Fortschritte in der Reduktion von Ungleichheit erzielt wurden und das Progressive Besteuerungen dabei ganz wesentlich waren, (Spitzensteuersatz Deutschland 1955 ca 95%).
Dann kamen die Reagan-Jahre und eine Trendwende, jetzt steigt die Ungleichheit wieder.
https://rlp.onleihe.de/search/mediadetail?productId=67093377e0c0253d15121385
-
M monkee@other.li shared this topic